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Wie oft sollte man die Fassade prüfen?

Aktualisiert: 2026-10-06 · 4 Minuten Lesezeit · hausFAQ Redaktion

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Hausfassade mit Fensteranschlüssen und Dachüberstand bei gleichmäßigem Tageslicht
KurzantwortPrüfe die Fassade mindestens einmal im Jahr von außen. Sinnvoll sind Kontrollen im Frühjahr und Herbst sowie zusätzlich nach schwerem Sturm, Hagel oder ungewöhnlich starkem Frost. Achte auf Risse, abgeplatzte Stellen, Feuchtigkeitsspuren und Schäden an Anschlüssen. Eine Sichtkontrolle vom sicheren Boden aus reicht für den ersten Check. Bei lockeren oder schwer erreichbaren Bauteilen solltest du nicht selbst tätig werden.

Häufigste Ursache

Fassadenschäden entstehen häufig schleichend: Wasser dringt über Risse, undichte Anschlüsse oder beschädigte Fugen ein und kann bei Frost weitere Schäden verursachen. Auch starke Witterung kann Beschichtungen und Putz beanspruchen. Eine regelmäßige Sichtkontrolle macht Veränderungen erkennbar, bevor sie größer werden. Sie ersetzt keine fachliche Untersuchung, wenn du Auffälligkeiten entdeckst.

Weitere mögliche Ursachen

Neben Witterung kommen Bewegungen des Gebäudes, fehlerhafte Anschlüsse und mechanische Beschädigungen infrage. Grünliche oder dunkle Beläge können an dauerhaft feuchten oder schattigen Stellen auftreten. Sie beweisen für sich allein aber nicht, dass ein größerer Bauschaden vorliegt.

Besonders aufmerksam solltest du an Übergängen sein: rund um Fenster und Türen, an Balkonen, Fallrohren, Dachrändern und dem Sockel. Dort treffen unterschiedliche Bauteile aufeinander oder Wasser kann sich sammeln.

Was kann ich selbst tun?

Kontrolliere die Fassade mindestens einmal jährlich. Zwei kurze Rundgänge im Frühjahr und Herbst erleichtern es, Veränderungen nach der jeweiligen Witterung zu bemerken. Prüfe sie zusätzlich nach einem außergewöhnlich starken Unwetter.

Sicherer Sichtcheck in fünf Schritten

  1. Bereite den Rundgang vor. Nimm ein Handy oder eine Kamera, Notizen und bei Bedarf ein Fernglas mit. Prüfe die Fassade bei Tageslicht und möglichst trockenem Wetter. Eine Leiter oder das Betreten eines Dachs ist für diesen Sichtcheck nicht nötig.
  2. Gehe das Gebäude von außen ab. Schau aus sicherem Abstand auf alle Seiten. Achte auf neue oder breiter werdende Risse, Blasen, Abplatzungen und Verformungen.
  3. Prüfe kritische Stellen genauer. Sieh dir den Sockel, Fenster- und Türanschlüsse, Fugen, Balkone sowie Bereiche unter Dachrinnen und Fallrohren an. Achte auf Wasserflecken, abblätternde Beschichtungen oder dauerhaft feuchte Stellen.
  4. Dokumentiere Auffälligkeiten. Fotografiere sie aus einem ähnlichen Blickwinkel und notiere Datum und Stelle. So lässt sich bei einer späteren Kontrolle besser erkennen, ob sich etwas verändert hat.
  5. Kontrolliere das Ergebnis. Vergleiche deine Beobachtungen mit früheren Fotos. Bleibt eine Stelle unauffällig, reicht es, sie beim nächsten Rundgang wieder anzusehen. Bei deutlichen Veränderungen lass die Ursache beurteilen.

Stopp, wenn Putz- oder Fassadenteile locker wirken, etwas herunterzufallen droht oder du für eine genauere Prüfung auf eine Leiter, ein Gerüst oder ein Dach müsstest. Halte Abstand und sichere den Bereich, soweit das gefahrlos möglich ist. Klopfe lose Stellen nicht ab und entferne sie nicht selbst.

Typische Fehler

  • Nur auf große Risse zu achten und Anschlüsse oder den Sockel zu übersehen.
  • Eine Stelle einmal zu fotografieren, aber spätere Veränderungen nicht zu vergleichen.
  • Aus einem einzelnen Fleck sofort auf eine bestimmte Schadensursache zu schließen.
  • Zur Prüfung auf eine Leiter oder ein Dach zu steigen oder lockere Teile selbst zu lösen.

Wann sollte ein Fachbetrieb kommen?

Lass die Fassade fachlich prüfen, wenn Risse größer werden, sich Putz löst, Wasser eindringt oder sich Feuchtigkeitsspuren wiederholen. Das gilt auch, wenn sich Fensteranschlüsse sichtbar öffnen oder du eine Verformung bemerkst. Bei herabfallenden oder akut lockeren Teilen hat die Absicherung Vorrang. Je nach Befund kann ein Fachbetrieb die Ursache untersuchen und passende Reparaturen vorschlagen. Eine reine Sichtkontrolle kann verdeckte Schäden nicht ausschließen.

Was kann die Reparatur kosten?

Der Aufwand hängt vor allem von Art und Ausmaß des Schadens, Fassadenmaterial, Zugänglichkeit und nötiger Gerüststellung ab. Kleine örtliche Ausbesserungen sind meist weniger aufwendig als Arbeiten an größeren Flächen oder an mehreren Anschlüssen. Wenn Feuchtigkeit die Ursache ist, kann die Suche danach den Aufwand erhöhen. Kosten unterscheiden sich nach Region, Objekt und Marktlage. Lass den Befund erklären und hole bei größeren Arbeiten mehrere Angebote ein.

Hinweis für Mieter:innen

Melde auffällige Risse, Feuchtigkeit oder lockere Teile zeitnah der Vermietung oder Hausverwaltung und füge nach Möglichkeit Fotos bei. Beauftrage größere Arbeiten an der Fassade nicht selbst. Wer eine Reparatur veranlasst oder trägt, hängt von der Ursache und dem Mietverhältnis ab.

Häufige Fragen

Muss ich die Fassade zweimal im Jahr prüfen?

Eine Kontrolle im Frühjahr und Herbst ist eine praktische Orientierung, aber keine starre Pflicht. Mindestens einmal jährlich sowie nach außergewöhnlichen Wetterereignissen hinzusehen, hilft Veränderungen rechtzeitig zu bemerken.

Reicht ein Blick vom Boden aus?

Für einen ersten Sichtcheck meistens. Nicht jeder Bereich ist vom Boden aus gut zu sehen. Steig dafür nicht selbst auf ein Dach oder eine unsichere Leiter. Bei unzugänglichen Stellen kann ein Fachbetrieb die Prüfung übernehmen.

Sind kleine Risse immer ein Problem?

Nicht unbedingt. Aussehen, Lage und Veränderung sind wichtig. Beobachte sie mit datierten Fotos. Werden sie größer oder treten Feuchtigkeit und Abplatzungen hinzu, lass sie fachlich beurteilen.

Kann ich die Fassade selbst reinigen?

Eine Reinigung ist nicht automatisch nötig und kann bei ungeeigneter Methode Putz oder Beschichtung beschädigen. Prüfe zuerst, ob es sich um Schmutz oder möglicherweise um Feuchtigkeit beziehungsweise einen Schaden handelt. Bei unklarer Ursache oder empfindlicher Oberfläche hol dir fachlichen Rat.

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